Style Interview mit Eden Lea

Die gebürtige Mannheimerin Eden Lea war bei uns im Büro und wir hatten die Freude mit ihr ein cooles Indoor Shooting im C-HUB zu machen und sie danach auf ein interessantes Interview einzuladen, in dem sie über ihre Leidenschaft zu Fashion und wie diese mit ihrer Vergangenheit zusammenhängt, erzählt.

Möchtest du du dich kurz vorstellen und uns etwas über dich erzählen?

Ich bin Eden Lea, in Mannheim geboren und arbeite als Make Up/Hair- und Fashion-Stylistin. Durch meine Arbeit bin ich ständig mit Trends und allgemein mit Fashion in Kontakt, ich habe da eigentlich gar keine andere Wahl (lacht). Ich sehe meinen Blog als Möglichkeit das Ganze in meinem Kopf und die Sachen mit denen ich auch täglich auf meiner Arbeit zu tun habe, niederzuschreiben und zusammenzufassen. So kann ich anderen Menschen das weitergeben, von dem ich überzeugt bin.

Würdest du sagen, dass sich deine Leidenschaft zu Mode und Make Up durch deine Arbeit erst richtig entwickelt hat? Oder war diese Leidenschaft schon immer da?

Meine Leidenschaft zu Fashion war schon immer da. Schon als Kind habe ich viel getanzt. Ich war viel auf der Bühne und so entstand auch meine Liebe zu den „Masken“ und „Rollen“, in die ich reingeschlüpft bin. Ich habe auch in vielen Musicals mitgespielt, das bedeutet, ich musste immer wieder in neue Rollen schlüpfen und das habe ich bis heute auch behalten. Mein Blog EdenandLea (befindet sich aktuell im Relaunch) drückt das auch aus, ich bin nicht nur eine Person, ich kann mich auch nicht nur auf eine Person festlegen. Es gibt viele unterschiedliche Facetten von mir. Heute ist mein Style zum Beispiel „Beyonce Like“ und morgen bin ich eher Gothic, aber das alles bin trotzdem ich.
Aufgrund von gesundheitlichen Problemen konnte ich irgendwann nicht mehr auf der Bühne stehen und da war dann meine Überlegung: Wie kann ich dennoch in dem Bereich weitermachen? Die Antwort war: Backstage. Und da geht’s um Klamotten und Make Up.

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Würdest du also behaupten, dass Make Up und Hair Styling im Grunde genommen auch zu Fashion gehören?

Absolut! Fashion ist immer das gesamte Erscheinungsbild. Ich helfe unter anderem auch bei verschiedenen Fotoshootings mit, bei denen ich Leute einkleiden muss. Manchen fällt es leicht, in den Schrank zu schauen, sich passende Sachen rauszusuchen und dabei zu denken „Ich sehe gut aus und ich fühle mich auch gut!“, aber diese „Gabe“ hat nicht jeder Mensch und diese Hilfe kriegen sie dann von mir. Und da darf auch Make Up und Hair Styling nicht fehlen! Wenn ich jemandem eine Beratung gebe, dann ist es immer von oben bis unten. Das ist alles ein Zusammenspiel.

Und was würdest du sagen ist dein persönlicher Stil? Du hast eben schon erzählt, dass du ganz viele verschiedene Facetten hast. Würdest du trotzdem sagen, dass du irgendwie doch immer einer bestimmten Linie folgst?

Ich finde die Frage interessant, weil schon ganz viele Personen zu mir gemeint haben „Eden, heute hast du was an, das bist so du!“ und dann denke ich mir immer „Was meinen die damit, gut oder schlecht?“ (lacht). Ich habe anscheinend schon einen „Touch“, den ich aber selber nicht genau definieren kann. Aber, ich würde sagen, mein Style ist mein Mood. Je nachdem wie ich mich fühle, spielen da ganz viele Faktoren eine Rolle.

Folgst du bei deinem Styling auch Trends?

Ja, auf jeden Fall! Ich bin sehr offen gegenüber neuen Trends. Dabei sind für mich Inspirationen für neue Trends überall. Wir haben Pinterest, Instagram, Zeitschriften. Ich selber habe Mood Boards zuhause, die ich mir nach Jahrzehnten eingeteilt habe, weil im Make Up Berreich die Entwicklung zwischen den einzelnen Jahrzehnten sehr wichtig ist. Dabei siehst du, dass jede Kollektion immer auf ein Jahrzehnt zurückgeht, einmal ist es 70er angehaucht, dann wieder 90er. Ich finde es ist immer sehr cool, sowas zu beobachten.

Du hast eben erwähnt, dass wir heutzutage so viele unterschiedliche Kanäle haben, die sehr viel mit Fashion zu tun haben. Würdest du sagen, dass da die aktuellen Trends entstehen oder doch im Endeffekt von Designern?

Ich denke, dass die Mode doch noch sehr von den Designern beeinflusst wird. Man muss einfach mal auf die Laufstege schauen und was dann danach in die Läden kommt. Ich bin jedoch keine Person, die sich Designer Kleider kaufen kann. Ich kaufe meine Klamotten ganz normal bei Zara, Mango und auch COS, wenn die mal Sale haben (lacht). Für einen Pulli 120 Euro zu zahlen, tut mir einfach weh. Deshalb erfreue ich mich auch an Dingen, die ich günstig kriege. Und eigentlich ist es auch egal wo du hingehst, die Kollektionen sehen überall ähnlich aus. Geht man zum Beispiel die Frühlingskollektionen 2017 durch, findest du überall die Farbe gelb. Das coole und interessante bei Bloggern finde ich auch, dass diese dann zeigen, wie man diese Trends schließlich umsetzt.

Wie bist du persönlich zum Bloggen gekommen? Gab es einen ausschlaggebenden Punkt?

Ich wusste vor einem Jahr noch nicht mal wirklich was Blogger sind bzw. was sie machen (lacht). Ich habe dann erstmal herausgefunden, dass diese ganzen Mädels, die diese tollen Bilder auf Instagram haben, eigentlich Bloggerinnen sind (lacht). Als ich in Australien war, habe ich mir eine Serie angeschaut, die hieß Fashionbloggers.tv. Da habe ich dann den Alltag der großen Blogger verfolgt und erst richtig verstanden, was die so machen. Der Punkt an dem ich mich dazu entschieden habe zu bloggen war der, als ich mir dachte „Das wäre dann mein eigenes Ding, da kann ich schreiben was ich möchte und was mich interessiert “.

Ich arbeite ab und zu auch im Kinderheim und da gibt es leider auch Mädchen, die mit ihrem Körper unzufrieden sind. Ich versuche ihnen deutlich zu machen, dass man so gut ist, wie wie man selbst ist und man einfach das Beste daraus machen sollte. Als Blogger hat man einen großen Einfluss auf Menschen. Diesen Einfluss, sollte man zum Positivem nutzen und den Menschen klar machen, dass man mit sich selber zufrieden sein sollte. Das sind unter anderem auch Themen, die ich in meinem Blog ansprechen möchte.

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Hast du denn eine Lieblings-Modestadt?

Viele (lacht). Ich liebe Stockholm und London, allgemein Städte in denen eine Mischung von kreativen Menschen zusammenkommen. Am liebsten wäre mir eine Mischung aus beiden. London ist ja ein bisschen „freakiger“ und Stockholm ist im Gegensatz dazu etwas cleaner, aber trotzdem mit einem außergewöhnlichen Schliff.

Und was verbindest du mit Mannheim?

Heimat natürlich! Ich bin Monnemerin (lacht)! Was Fashion angeht habe ich hier jedoch oft gekämpft, weil man hier öfters schräg angeschaut wird, wenn man mal was Ausgeflippteres anhat. Dann habe ich meine Ausbildung in Frankfurt gemacht und da schaut dich keiner mehr schräg von der Seite an. Ich finde Mannheim muss im Bezug was das angeht, offener für ausgefallenere Leute werden.

Hast du eine Person/Personen, die dich inspiereren?

Mein Vater! Er ist eine kleine Stilikone für sich. Er hat natürlich auch ein anderes Budget als ich (lacht). Er stylt sich sehr gekonnt und gut! Ab und zu klaue ich mir auch ein paar Pieces von ihm, weil ich mich da auch nicht auf Womans oder Mens Wear einschränke. Mittlerweile ist ja Oversize auch wieder sehr „In“ und deswegen greife ich auch immer mal wieder in den Kleiderschrank meines Papa’s.

 

Uns hat das Shooting und Interview mit ihr sehr viel Spaß gemacht! Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf das nächste Treffen. Wenn ihr bis dahin mehr über Sie und ihren Lifestyle lesen wollt, dann schaut auf ihren Blog edenandlea vorbei, der in Kürze wieder online geht!

Hey, ich bin Marleen und gestalte ein paar unserer tollen Blogposts auf sengaa! Ich liebe Kreativität und Inspiration und hoffe etwas davon mit euch teilen zu können, egal ob Fashion, Lifestyle oder Events die mich begeistern.

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